Natürlich oder doch Apotheke - Was hilft gegen Pickel?

Sie sind lästig, störend und kommen immer dann, wenn man sie am wenigsten braucht: Pickel. Doch was hilft gegen Pickel? Wie beugt man ihrer Entstehung vor und was kann im Notfall helfen?

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Wie entstehen Pickel überhaupt?

Die unliebsamen Entzündungen auf der Haut entstehen zumeist dann, wenn zu viel Talg produziert wird. Sorgt Talg eigentlich dafür, dass die Haut natürlich vor Witterung und dem Austrocknen geschützt wird, kann eine zu hohe Produktion die kleinen und großen Störenfriede mit sich bringen.

Lagert sich der Talg in einer Hautpore ab, verstopft diese und neigt zu Entzündungen. Dies ist zuerst daran bemerkbar, dass die Haut stellenweise trocken wird - die schützende Hautbarriere hält nicht stand. So können zusätzliche Verunreinigungen in die Pore gelangen. Das Gewebe schwillt an und Eiter entsteht. Der klassische Pickel erblüht auf der Haut.

Kann man der Entstehung vorbeugen?

Neigt man zur unreinen Haut, ist es wichtig, mögliche Ursachen zu erkennen, um die Problematik nicht zusätzlich zu verschlimmern.

Risikofaktor eins ist und bleibt Stress. Stress fördert die Talgproduktion und somit die Pickelbildung erheblich. Daher sollte diesem Faktor immer ein gewisses Maß an Beachtung geschenkt werden. Denn die Haut zeigt hier gerne und leider sehr unschön an, wenn es zu viel wird und man etwas dagegen tun sollte. Was hilft, ist Entspannung und ein möglichst ausgeglichener Alltag.

Ein zusätzlicher Risikofaktor kann die Nahrung sein. Besonders Milchprodukte und einfache Kohlenhydrate werden mit der Neigung zu Pickeln und Akne in Zusammenhang gebracht. Hierbei hilft vor allem die Selbstbeobachtung. Ist man nach der Aufnahme von Milch, Joghurt, Quark und Käse oder Weißmehl und Süßigkeiten anfälliger für Hautunreinheiten, sollten diese durch Ersatzprodukte auf Soja-, Reis- oder Mandelbasis ausgetauscht oder weggelassen werden.

Letzter und zugleich wichtigster Punkt, um Pickeln entgegenzuwirken, ist die Hygiene der Haut.

Zu Unreinheiten neigende Haut richtig reinigen und pflegen

Oberstes Gebot, um die Haut möglichst rein zu halten und Pickeln keine Chance zu geben, ist, kein zusätzliches Öl oder Schmutz auf die Gesichtshaut zu bringen. Daher sollte man immer vermeiden, mit ungewaschenen Händen ins Gesicht zu fassen. Selbst vor der eigentlichen Reinigung des Gesichts sollten die Hände vorab gründlich gewaschen werden.

Um die Haut rein zu halten, sollte sie zweimal täglich gewaschen werden, vorzugsweise morgens und abends, um dazwischen einen genügend langen Abstand zu haben, damit die Haut nicht zusätzlichen Reizungen unterliegt.

Bei der Reinigung selbst sollte auf Produkte zurückgegriffen werden, die zum Hauttyp passen und dazu möglichst mild reinigen. Besonders Waschlotionen mit Salicylsäure reinigen sanft und gründlich und helfen gegen Unreinheit.

Zusatztipp: Kündigt sich bereits ein Pickel an, vor dem eigentlichen Reinigen eine feuchte Kompresse auf die trockene Stelle legen und dort einige Momente lassen. Dies hilft, die Pore bereits vorzureinigen, und die trockene Haut wird davor bewahrt, durch zusätzliche Reizungen oder Schmutz ganz aufzubrechen und einen Pickel zu bilden.

Auch wenn der Markt eine breite Palette an Anti-Pickel-Produkten bereitstellt, sollten diese nicht im Übermaß verwendet werden. Besonders Masken und Peelings gegen Pickel sind oftmals nicht für den täglichen Gebrauch ausgelegt und trocknen bei zu häufiger Verwendung die Haut zusätzlich aus. Dies erleichtert es Schmutz und Bakterien, in die Poren einzudringen, und kann somit Pickel noch unterstützen anstatt diesen vorzubeugen.

Statt Peeling hilft beispielsweise eine Gesichtsreinigungsbürste. Mit dieser lassen sich die Poren gründlich und hygienisch reinigen, ohne zusätzliche Austrocknung zu provozieren. Hier gilt nur: Nach dem Gebrauch den Bürstenkopf gründlich reinigen.

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Was tun gegen Pickel, wenn alles nichts nützt

Egal, wie sehr man sich bemüht und wie gut man auf Gesundheit achtet, kaum jemand ist vor dem Aufblühen eines Pickels verschont. Dabei kann man häufig schon im Vorfeld einiges unternehmen, um den Ausbruch zu mildern oder gänzlich zu verhindern.

Oberstes Gebot ist hier: Niemals an einem entstehenden Pickel herumdrücken. Durch Drücken, vor allem mit den blanken Fingern, wird die bereits geschädigte Hautstelle zusätzlich gereizt. Dies fürhrt meist dazu, dass das Areal des Pickels in seiner Fläche zunimmt und aus einem vorab kleinen Exemplar ein sehr großes wird. Des Weiteren können Schmutz an den Fingern, aber auch das natürlich daran haftende Öl der Haut die Unreinheit verschlimmern, was ebenfalls zum bereits genannten Effekt führt.

Ist der Pickel einmal da und ist es nicht dringend nötig, diesen abzudecken, sollte auf Make-up verzichtet werden, um die Poren nicht zusätzlich zu belasten. Ist Make-up dennoch ein Muss, sollte dieses auf Wasserbasis sein und spätestens am Abend gründlich abgewaschen werden, um der Haut genügend Zeit zur Erholung zu ermöglichen.

Natürliche Mittel gegen Pickel

Um etwas gegen Pickel zu tun, muss nicht immer sofort zu chemischen Mitteln oder Arzneien aus der Apotheke gegriffen werden. Zahlreiche Hausmittel wirken auf natürliche Art und Weise und unterstützen aktiv dabei, Hautunreinheiten zu behandeln und ihr Erscheinungsbild abzumildern.

1) Teebaumöl gegen Pickel

Teebaumöl ist eines der wirksamsten und zugleich preisgünstigsten Mittel, die bei der Bekämpfung von unliebsamen Pickeln helfen. Das ätherische Öl wirkt, wenn es auf die betroffene Haut aufgetragen wurde, antiseptisch und beruhigend. Dadurch kann die Entzündung abklingen, die Rötung zurückgehen und die Haut regenerieren.

2) Kamillentee gegen Pickel

Kamillentee als Helfer bei Magenleiden oder auch Entzündungen im Mund- und Rachenraum ist vielen bekannt. Daher ist es kein Wunder, dass die Heilpflanze aufgrund ihrer entzündungshemmenden Wirkung auch bei Unreinheiten der Haut angewendet werden kann. Dabei kann das reine ätherische Öl verwendet werden, ebenso genügt aber auch ein Sud aus Kamille.

Für den Sud am einfachsten Kamillentee länger als gewohnt ziehen lassen. Ist Zimmertemperatur erreicht, kann die Mischung mit einem Wattepad oder -tupfer auf die betroffene Hautstelle aufgetragen werden. Die Anwendung sollte mehrmals täglich durchgeführt werden.

3) Schwarzer Tee

Auch diese Teesorte kann äußerlich direkt auf dem Pickel angewendet werden. Die Gerbstoffe helfen bei der Austrocknung des betroffenen Areals und unterstützen damit die optische Verbesserung der Haut. Auch hier reicht es, den Tee mittels Watte oder Kompresse auf die betroffene Stelle zu tupfen und dies mehrmals täglich zu wiederholen.

4) Meersalz

Salz bietet sich besonders dazu an, das Gesicht zu reinigen und dabei abgestorbene Hautschüppchen zu entfernen. Dabei kann es wie ein Peeling verwendet werden. In Kombination mit Honig reinigt und pflegt das selbstgemachte Peeling zusätzlich und beugt damit neuen Entzündungsherden vor.

5) Dampfbäder

Um der Haut zu helfen, sich selbst zu reinigen und keine weiteren Pickel entstehen zu lassen, empfiehlt sich ein Dampfbad. Dabei heißes Wasser in eine Schüssel geben und das Gesicht in den Dampf halten. Um die Wirkung zu verstärken, können auch hier geeignete ätherische Öle wie Kamille oder Teebaum zugegeben werden, um bereits vorhandene Pickel bei der Heilung zu unterstützen.

6) Zitrone gegen Pickel

Zitronensaft trocknet Pickel effektiv und wirksam aus. Durch die Säure wirkt er zudem antibakteriell und schützt vor Verschlimmerung durch neue Keime. Allerdings sollte dieses Hausmittel nur mit Bedacht angewendet werden. Zitronensäure aus Zitronensaft wirkt zwar zuverlässig, kann aber die umliegende Haut stark reizen und neue Beschwerden verursachen. Zudem brennt die Säure in offenen Pickelwunden lange nach.

7) Knoblauch gegen Pickel

Geruchsintensiv, aber wirksam kann auch Knoblauch zur Bekämpfung lästiger Pickel eingesetzt werden. Sein Wirkstoff Alliin, welcher in Verbindung mit Enzymen auf der Haut in Allicin umgewandelt wird, wirkt antiseptisch und somit entzündungshemmend.

Zudem wirkt das ätherische Öl im Knoblauch antibakteriell und verhindert neue Infektionen der bereits belasteten Haut. Dazu muss einfach nur die Zehe durchgeschnitten und die Schnittfläche auf der Unreinheit verrieben werden.

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Wirksame Mittel aus der Apotheke

Auch die Apotheke bietet wirksame Mittel an, die die Haut dabei unterstützen, sich schnell zu regenerieren.

Das wohl gebräuchlichste ist dabei Zinksalbe gegen Pickel. Diese kann punktuell auf die betroffene Stelle aufgetragen werden. Dort wirkt sie antiseptisch. Dadurch werden Rötung und Schwellung reduziert, mögliche Bakterien können die Ausweitung des Pickels nicht unterstützen und die Haut kann in Ruhe abheilen.

Ebenfalls rezeptfrei erhältlich ist Zugsalbe. Der darin enthaltene Wirkstoff - Bituminosulfat aus Ölschiefer ammonium - zieht die Entzündung samt Eiter regelrecht aus der betroffenen Pore und unterstützt somit die schnelle Heilung. Dabei kann Zugsalbe selbst dann angewendet werden, wenn der Entzündungsherd unter der Haut liegt und daraus ein Abszess resultiert.

Die Salbe selbst ist schwarz und damit sehr auffällig. Zudem kann sie auf die Kleidung abfärben. Daher ist es ratsam, die Anwendung auf den Abend und die Nacht zu begrenzen. Dabei kann ein Pflaster oder eine haftende Wundkompresse vor Abfärbung und Verschmutzung der Nachtwäsche schützen.

Neben diesen beiden Varianten an Salben befinden sich noch unterschiedliche Anti-Pickel-Mittel in Apotheke und Drogerie. Hierbei ist immer darauf zu achten, dass diese hauttypengeeignet sind und in welchem Anwendungsrahmen diese verwendet werden sollten. Dabei können Waschlotionen und -gele, Tinkturen und Masken erworben werden. Dienen die ersten beiden mehr der Vorbeugung, sind Tinktur und Anti Pickel Maske in ihrer Wirkung auch für den Notfall bestens geeignet.

Masken sollten dabei nicht öfter als 2x wöchentlich zum Einsatz kommen. Die darin enthaltenen Wirkstoffe trocknen die Haut aus, glätten und reinigen sie. Bei zu häufiger Anwendung kann dies wiederum zu einer erhöhten Produktion von Talg führen oder den natürlichen Schutzmantel der Haut schädigen und so neue Pickelherde provozieren.

Gesunde Ernährung - Wirkung von innen - Lebensmittel gegen Pickel

Auch wenn keine noch so gesunde und achtsame Ernährung eine Garantie darauf geben kann, keine Pickel mehr zu bekommen, können bestimmte Lebensmittel durchaus dabei unterstützen, die Haut gesund zu erhalten und Unreinheiten vorzubeugen.

Im Groben können drei Dinge bereits zur Verbesserung der Problematik führen:

1) Kein Weißmehl, kein Haushaltszucker

2) Milchprodukte ersetzen

3) Trinken - viel trinken

Auch wenn diese drei Grundbausteine einfach klingen, können sie im Alltag plötzlich zu einer Hürde werden. Man vergisst das Trinken zwischen Meetings, Aktenstapeln und Co. Gegen den Stress gibt es ein Stück Kuchen oder ein Täfelchen Schokolade aus der Notfallsschublade. Jedoch lässt sich alles mit etwas Übung und sich einschleichender Gewohnheit bewältigen.

Gerade wenn es um die Aufnahme von genug Flüssigkeit geht, die die Haut - wie auch alle anderen Organe - dringend benötigt, können kleine Tipps gegen Pickel helfen:

1) Immer die Wasserflasche in Reichweite und Sichtweite stellen

2) Eine App zur Erinnerung aufs Handy laden - hier lassen sich viele kostenlose Gadgets finden

3) Mit Tee oder Fruchtwasser für geschmackliche Abwechslung sorgen

4) Zu jedem Kaffee ein Glas Wasser trinken

5) Zu den Mahlzeiten stets etwas trinken

Zu diesen grundlegenden Hinweisen können aktiv Nahrungsmittel in den Alltag eingebaut werden, die Minerale und Vitamine liefern, die besonders der Haut zugute kommen.

​Nahrungsmittel, die besonders der Haut zugute kommen

Diese sind:

- Zink

- Selen

- Eisen

- Vitamin C

- Biotin

- Vitamin A

- Omega 3-Fettsäuren

Zink gegen Pickel - Zink ist der wichtigste Mineralstoff, wenn es darum geht, die Haut gesund zu halten, und hilft bei der Regeneration. Besonders in Käse, Bohnen und Sonnenblumenkernen ist reichlich davon zu finden. Dabei bieten sich vor allem letztere ideal als kleiner Knabbersnack für zwischendurch an.

Neigt man zu konstant unreiner Haut, sollte Selen aufgenommen werden. Auch dieses unterstützt die Regeneration der Haut und schützt vor freien Radikalen. Reis und Hafer sollten hierzu auf dem Speiseplan stehen.

Eisen ist wichtig für den Sauerstofftransport durch den Körper. Ist zu wenig Eisen vorhanden, macht sich Sauerstoffmangel besonders schnell am Hautbild bemerkbar. Der Verzehr von Fleisch oder auch Radieschen kann hier Abhilfe schaffen.

Vitamin C ist wohl das bekannteste Vitamin überhaupt und findet sich in Zitrusfrüchten, Paprika, Brokkoli und noch so manchem mehr. Es unterstützt die Bildung von Kollagen, welches die Haut strafft und ebenmäßiger macht.

Biotin, auch Vitamin H genannt, beschleunigt die Neubildung der Haut. Zu finden ist ist es u.a. in Spinat und Champignons.

Eier, Möhren, Spinat oder auch Honigmelonen liefern Vitamin A. Dieses schützt vor freien Radikalen und sorgt dafür, dass die Haut auch bei häufigen Sonnenbädern nicht schneller altert. Zusätzlich kann über Lachs oder Studentenfutter Omega 3 zugeführt werden, welches den Effekt zusätzlich unterstützt.

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No-Gos bei Pickeln

Sowie es einiges gibt, was man tun kann und sollte, um lästige Pickel loszuwerden, so gibt es auch einige Punkte, die gelassen werden sollten. Wenn es um die Frage, was gegen Pickel hilft, geht, sind diese Dinge ungedingt zu beachten.

Der wohl wichtigste Punkt: Finger aus dem Gesicht!

An den Händen haften zahlreiche Bakterien und Verschmutzungen an, die bei jedem Reiben und Wischen auf die Gesichtshaut übertragen werden. Das kann die Entzündungen zusätzlich verschlimmern.

Zudem niemals an einem Pickel herumdrücken. Dies kann den Entzündungsprozess noch verschlimmern. Zudem können hierbei unschöne Pickelnarben zurückbleiben.

Den Pickel wenn möglich nicht überschminken! Auch hier ist die Gefahr groß, dass sich Partkel ansetzen. Zudem kann die so schon geforderte Haut schlechter atmen, was den Heilungsprozess verlangsamt.

Was hilft gegen Pickel? Jetzt bist Du dran:) Viel Spaß!

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